Straße von Hormus
Die Straße von Hormus ist eine strategisch bedeutsame Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, die den Iran im Norden von der omanischen Halbinsel Musandam im Süden trennt. Als weltweit wichtigster Engpass für den Öl- und Flüssiggas-Transport passieren rund ein Fünftel aller globalen Exporte diese Route, was sie für die Weltwirtschaft unverzichtbar macht – jede Störung kann sofortige Ölpreisschwankungen auslösen. Historisch war sie seit der Antike eine zentrale Handelsroute, benannt nach der Hafenstadt Hormus, und wurde im 15. Jahrhundert von der chinesischen Schatzflotte unter Admiral Zheng He sowie später von Vasco da Gama auf dem Seeweg nach Indien befahren. In der Neuzeit führten Konflikte zu Spannungen, etwa die britische Blockade nach der iranischen Ölverstaatlichung unter Ministerpräsident Mossadegh (1951–1953) und der anhaltende Streit zwischen Iran und den VAE um die strategisch wichtigen Inseln Abu Musa und die Tunb-Inseln. Ein tragischer Höhepunkt war der Abschuss des Iran-Air-Fluges 655 durch die US-Marine am 3. Juli 1988, bei dem 290 Menschen starben, und auch 2006/2007 drohte eine militärische Eskalation wegen des iranischen Atomprogramms. Aufgrund ihrer geografischen Lage und der hohen Abhängigkeit der Welt von den dort transportierten Energieträgern bleibt die Straße von Hormus ein geopolitischer Brennpunkt, dessen Sicherheit für die globale Energieversorgung entscheidend ist.
Source: Straße von Hormus — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German