Urs Meier (Schiedsrichter)

Urs Meier (geboren am 22. Januar 1959 in Zürich) zählt zu den bekanntesten Schweizer Fussballschiedsrichtern, der unter anderem das Champions-League-Finale 2002 sowie das WM-Halbfinale 2002 zwischen Südkorea und Deutschland pfiff. Bis zu seinem Rücktritt 2004 leitete er insgesamt 883 Spiele und wurde siebenmal zum Schweizer Schiedsrichter des Jahres gewählt, davon sechsmal in Folge von 1995 bis 2000. Besonders umstritten war er bei der EM 2004 im Spiel England gegen Portugal, als er ein Tor von Sol Campbell annullierte – dies führte zu Morddrohungen und über 16.000 Protest-Mails von englischen Fans, woraufhin er Polizeischutz erhielt. Zuvor hatte er sich bereits für einen Fehlentscheid im Qualifikationsspiel Rumänien gegen Dänemark entschuldigt, wo er die Nachspielzeit verlängert hatte. Nach seiner aktiven Karriere war er von 2007 bis 2011 Chef der Schweizer Schiedsrichter und arbeitete von 2005 bis 2018 als TV-Experte für das ZDF, unter anderem an der Seite von Jürgen Klopp. Heute ist er als Experte bei Blue tätig und startete 2021 seinen eigenen Podcast.